Start Frau sucht mann siegen

Frau sucht mann siegen

Auch ihre Geschichte ist Thema der außergewöhnlichen Ausstellung "Frauen geben Gas".

Die zahlreichen Fotos, die nun im Rahmen der Ausstellung "Arbeit hinter Gittern" bis 7.

Februar in der Passage der Teilbibliothek Unteres Schloß (US) gezeigt werden, wurden größtenteils von den Bedienstete der JVA selbst aufgenommen.

Heute erinnern nur noch wenige bauliche Details an die bewegte Ge-schichte des Gebäudeteils und doch – davon zeugen die vielen keinesfalls nur an Büchern interessierte Besucher und Besucherinnen aus der Stadt – ist die JVA noch immer gegenwärtig.

Dieser "alte Geist" in den neuen, alten Wänden führte Mitte des Jahres 2017 frühere und neue Mieter zusammen: In einer Gruppe aus ehemaligen Mitarbeitern der JVA Siegen und Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Universitätsbibliothek entstand die Idee, dem Arbeitsplatz Justizvollzugs-anstalt Siegen eine Ausstellung zu widmen.

Oder mutige Rennfahrerinnen wie Dorothy Levitt, die schnellste Frau der Motorsportgeschichte vor dem zweiten Weltkrieg.

Aktuelles Beispiel dürfte Heidi Hetzer sein, die mit knapp 80 Jahren von 20 in einem Hudson Great Eight von 1930, einem großen und schweren Achtzylinder, einmal um die Welt gefahren ist – inspiriert durch die erste Weltumrundung mit dem Automobil durch Clärenore Stinnes in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

Die Ausstellung setzt Schwerpunkte und thematisiert erste spektakuläre Fernfahrten.

Die Entstehung des Damenmotorsports und Aspekte der Mode in Bezug zum Automobil werden auf großformatigen Text- und Bildtafeln gezeigt.

Sie geben ungewöhnliche Einblicke in die Viel-schichtigkeit des Arbeitsalltages und des emotionalen Leerräumens nach der Aufgabe der JVA, die eben nicht nur ein vorübergehender Wohn- und Lebensort für männliche Gefangene war, sondern auch ein Arbeitsmittel-punkt der besonderen Art für zeitweise über 40 angestellte Justizvollzugs-bedienstete und ehrenamtliche Helfer und Helferinnen.

Von der großen Kollegialität unter den Bediensteten zeugen neben den Fotos auch 'persönliche' Gegenstände: So z. die gewonnenen Pokale der 'werkseigenen' Fußballmannschaft und andere Erinnerungsstücke von besonderen Ereignissen.

So war es für Manderbach möglich, mit Brasilianern und ihren Kindern aus den Armenvierteln zu sprechen, sie in ihren Wohnungen zu besuchen und einen Teil ihres Alltags zu dokumentieren.